COOL - Cooperatives Offenes Lernen

Ein pädagogisches Konzept für selbstständiges, kooperatives Lernen

COOL – Cooperatives Offenes Lernen ist ein pädagogischer Ansatz für die Sekundarstufe I und II. Er fördert Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Kooperation und reagiert auf die zunehmende Heterogenität von Lerngruppen. conceptk übersetzt diese Anforderungen in räumliche Konzepte, die den wachsenden Ansprüchen an soziale und personale Kompetenzen gerecht werden.

Der Ansatz verbindet offene Lernformen mit klaren Strukturen und versteht Lernen als aktiven, reflektierten Prozess. Insbesondere im Bereich der berufsbildenden Schulen hat sich COOL als tragfähiges Unterrichtsmodell etabliert, das wir durch massgeschneiderte Raumlösungen unterstützen.

Grundidee und Herkunft

COOL entstand aus dem Schulversuch „Differenziertes Lernen als Integrationsfaktor“ an der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Steyr. Pädagogisch basiert das Konzept auf reformpädagogischen Ansätzen des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf dem Daltonplan nach Helen Parkhurst.

Ziel war es, Unterricht so zu gestalten, dass fachliches Lernen, persönliche Entwicklung und soziale Kompetenzen gleichermaßen gefördert werden.

© conceptk / Location: Eromesmarko
© conceptk / Location: Eromesmarko

Zentrale Merkmale von COOL

  • Selbstgesteuerte, offene Lernphasen im Stundenplan

  • Schriftliche, häufig fächerübergreifende Arbeitsaufträge

  • Wahlfreiheit der Schüler*innen hinsichtlich Zeit, Ort, Sozialform und Lernweg

  • Lehrkräfte als Lernbegleiter*innen und Coaches

  • Regelmäßige Reflexion, Feedback und Evaluation

  • Transparente Lernziele und Portfolioarbeit

  • Klassenrat sowie klar definierte organisatorische Strukturen

  • Kontinuierliche Einbindung der Eltern

Rolle der Lehrkräfte

Im COOL-Unterricht begleiten Lehrkräfte die Lernprozesse der SchülerInnen. Sie entwickeln differenzierte Aufgabenstellungen, beobachten Lernwege und unterstützen individuell. Eine vertrauensvolle Beziehung sowie regelmäßige Rückmeldungen bilden die Grundlage für erfolgreiches Lernen.

Lehrkräfte nehmen sich bewusst zurück und ermöglichen unterschiedliche Zugänge zum Lernziel. Damit wird Eigenverantwortung gestärkt und selbstständiges Lernen systematisch aufgebaut.

Organisation und Rahmenbedingungen

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von COOL sind im Stundenplan verankerte offene Lernphasen. In der Regel steht ein Drittel bis zur Hälfte der Unterrichtszeit eines Faches für selbstgesteuertes Lernen zur Verfügung. Besonders bewährt haben sich Doppelstunden in den mittleren Vormittagsstunden.

Je offener der Unterricht gestaltet ist, desto wichtiger sind klare Regeln, transparente Absprachen und verlässliche Strukturen.

Wirkung auf SchülerInnen

COOL eröffnet SchülerInnen die Möglichkeit, ihre individuellen Stärken einzubringen und Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Kooperation, gegenseitige Unterstützung und Reflexion sind feste Bestandteile des Unterrichts.

Die meisten SchülerInnen kommen mit der Öffnung des Lernens gut zurecht, einzelne benötigen zu Beginn zusätzliche Begleitung und klare Orientierung.

Raumgestaltung für Cooperatives Offenes Lernen

Offenes und kooperatives Lernen stellt besondere Anforderungen an die Lernumgebung. Lernräume müssen flexibel nutzbar sein und unterschiedliche Arbeitsformen unterstützen.

Zentrale Aspekte einer COOL-gerechten Raumgestaltung sind:

  • flexible Möblierung für Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit
  • unterschiedliche Lernzonen für ruhiges Arbeiten und Kooperation
  • zusätzliche Lernorte wie Bibliotheken, Selbstlernzentren, Makerspaces, Aula oder Sitzbereiche in den Fluren
  • eine verlässliche digitale Infrastruktur
  • klare Struktur und Regeln im Schulgebäude


Eine durchdachte Raumstruktur unterstützt selbstorganisiertes Lernen und trägt wesentlich zur erfolgreichen Umsetzung von COOL bei.

© conceptk / Location: Eromesmarko

eCOOL - die digitale Erweiterung

Mit eCOOL wird das Konzept durch digitale Lernformen ergänzt. Lernplattformen, Foren, Blogs oder ePortfolios ermöglichen individuelles Feedback, Dokumentation und Reflexion der Lernprozesse.

Warum COOL für Schulen relevant ist

COOL – Cooperatives Offenes Lernen ist ein ganzheitlicher pädagogischer Ansatz, der Unterricht, Organisation und Raum gemeinsam denkt. Durch klare Strukturen, offene Lernformen und geeignete Lernumgebungen werden fachliche, soziale und personale Kompetenzen systematisch gefördert.

Der Ansatz bietet Schulen eine tragfähige Grundlage, um Lernprozesse zeitgemäß und nachhaltig zu gestalten.

Lernwelten transformieren – Das COOL-Modell räumlich umsetzen

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conceptk Team, Rezeption – COOL Konzept mit conceptk umsetzen