Ob Schulgebäude im Alltag funktionieren, zeigt sich nicht erst im fertigen Bau. Bereits in der Vorentwurfsphase wird deutlich, ob pädagogische Zielsetzungen und räumliche Strukturen tragfähig zusammengedacht sind. Aus Sicht der ExpertInnen von conceptk ist der Vorentwurf der entscheidende Moment, in dem Konzepte ihre Praxistauglichkeit beweisen müssen. Wir beleuchten, warum die Leistungsphase 2 (Vorentwurf) der kritische Moment für den Erfolg eines Schulbauprojekts ist.
Wer Schulen plant, weiß: Die Leistungsphase 0 (LP0) legt das Fundament. Hier werden Bedarfe ermittelt und Visionen formuliert. Doch der Übergang in die bauliche Umsetzung ist eine sensible Schnittstelle. Erst im Vorentwurf wird sichtbar, ob die gemeinsam erarbeiteten Ideen in der räumlichen Realität bestehen können oder ob sie an funktionale oder wirtschaftliche Grenzen stoßen.
Der Vorentwurf als pädagogischer Realitätscheck
„Der Vorentwurf ist der Moment, in dem Pädagogik räumlich überprüft wird“, betont Tanja Köppen-Lübbers, Geschäftsführerin der conceptk GmbH. In dieser Phase erfolgt die Konkretisierung: Kubaturen, Wegeführungen und Übergangszonen nehmen Gestalt an.
Dabei zeigt sich oft die Notwendigkeit zur Priorisierung. Nicht jede konzeptionelle Idee lässt sich eins zu eins in baurechtliche Rahmenbedingungen übersetzen. Hier gilt es, die pädagogischen Ziele so in den Raum zu bringen, dass Organisation und Abläufe im späteren Betrieb nicht nur möglich sind, sondern aktiv unterstützt werden.
Wenn Details über den Schulalltag entscheiden
Oft sind es die vermeintlichen Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob Lehrkräfte und Schüler sich wohlfühlen und effektiv arbeiten können:
- Sichtbezüge: Ermöglichen sie eine natürliche Orientierung und erleichtern sie die Aufsichtspflicht?
- Differenzierungsräume: Sind sie so angebunden, dass sie den Unterrichtfluss fördern oder stören sie durch lange Wege?
- Übergangszonen: Gelingt das „Ankommen“ in Garderoben und Schleusen geordnet, oder entstehen dort tägliche Konfliktpunkte?
Diese funktionalen Grundlagen sind keine reinen Gestaltungsfragen – sie bilden die Basis eines funktionierenden Schulbetriebs.
Interdisziplinäre Begleitung: Übersetzung zwischen den Welten
conceptk versteht sich in dieser Phase als Brückenbauer zwischen Schulträgern und Architekturbüros. Da unser Team sowohl aus ArchitektInnen als auch aus PädagogInnen besteht, können wir Anforderungen so übersetzen, dass sie planerisch wirksam und im Entwurf klar nachvollziehbar sind.
Unser Ziel in der Vorentwurfsberatung ist die partnerschaftliche Weiterentwicklung der Konzepte. So vermeiden wir kostspielige Kompromisse im laufenden Betrieb und stellen sicher, dass die Architektur den Alltag mitdenkt, bevor er stattfindet.

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Alle Beiträge ansehenAls ausgewiesene Expertin für zeitgemäße Bildung ist sie als Brückenbauerin aktiv im Spannungsfeld Lehrkräfte – Schulträger – Digitalisierung – zeitgemäße Anforderungen an den Schulbau. Als Medienpädagogin und Soziologin hat sie einen besonderen Blick auf die Veränderungen der Welt und damit die Verzahnung von Pädagogik mit moderner Technik und Raum.
In den letzten Jahren hat Tanja Lübbers zahlreiche Workshops und Vorträge zu vielen Themen rund um die nötigen Entwicklungen im Bildungsbereich gehalten und weiß daher immer die Zuhörer da abzuholen, wo sie stehen. Als zweifache Mutter zweier schulpflichtiger Töchter hat Sie zudem die nötigen Einblicke auch aus der Elternperspektive auf die Notwendigkeit der Digitalisierung unserer Schulen.
Für conceptk begleitet sie Schulentwicklungsprozesse und das damit zusammenhängende Changemanagement bei Schulträgern und der Schulfamilie. Zu ihrem Hintergrund gehören ein Lehramtstudium, mehrjährige Erfahrung im außerschulischen Bildungsbereich, viel Erfahrung in der Drittmittelakquise und Antragstellung und dem Vertrieb von Dienstleistungen. Somit ist Frau Lübbers auch für alle interessierten KundInnen die erste Ansprechpartnerin.





